Ochtrup, 13.08.´26 - 14.08.´26

Veröffentlicht am 18. August 2026 um 10:40

Wie bereits an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt, hat uns die Bordelektronik von Frieda, insbesondere die Elektronik der Bordinstrumente, von Anfang an große Schwierigkeiten bereitet. Die fehlende Instrumentenbeleuchtung bei Nacht, die nicht funktionierende Tankanzeige und die Tatsache, dass beim Ausrollen vor einer Ampel im ersten Gang ständig die Ölkontrollleuchte aufleuchtete, trübten zwar unsere Fahrten mit Frieda nicht so sehr, dass wir keinen Spaß gehabt hätten, aber es ist dennoch unangenehm, wenn alle Instrumente nur halbwegs funktionieren.

Wir gehen nach wie vor davon aus, dass es sich um einen sogenannten "Massefehler" handelt. Das bedeutet, dass im Laufe der Jahre die Sicherungskontakte der Elektrik oxidiert sind und nun alle Verbraucher sich gegenseitig den Strom entziehen.

Nachdem all unsere Versuche, das Problem selbst zu lösen, gescheitert waren und auch die Werkstätten in der Umgebung nicht bereit waren, sich darum zu kümmern, haben wir in einer Online-Gruppe für Oldtimerwohnmobile eine Werkstatt in Ochtrup (nahe der niederländischen Grenze) gefunden, die bereit war, uns zu helfen. Bereits bei unserem ersten Besuch und dem Kontakt im April dieses Jahres waren wir sehr überzeugt von ihrer Kompetenz. Daher haben wir Frieda in die Werkstatt überführt, wo wir sie in einer Woche wieder abholen werden.

Wie im folgenden Video zu sehen ist, haben wir die Fahrt mit Frieda ganz entspannt bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 85 km/h genossen. Außerdem ist im Video das angenehme "Schnurren" des Saugdieselmotors zu hören – ein deutliches Zeichen, dass auch Friedas Motor die Reise in vollen Zügen genossen hat. :-)

Am 13.08.2026, nur eine halbe Stunde vor unserem Ziel in Ochtrup, haben wir über die App Landvergnügen in der Nähe von Billerbeck im Kreis Coesfeld (NRW) eine Zwischenübernachtung eingelegt. Auf dem Hof der Familie Wessling genossen wir die ruhige Alleinlage und hatten die Gelegenheit, ein altes Wohnmobil (Hanomag - Henschel) zu fotografieren. Dieses Mobil wurde 1966 erstmals zugelassen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Wir hatten das Vergnügen, mit den äußerst freundlichen Gastgebern zu plaudern und erhielten erneut die Bestätigung, dass für die Pflege und Reparatur von Oldtimerwohnmobilen ein starkes Netzwerk unerlässlich ist, um im Bedarfsfall schnell und unkompliziert Hilfe zu bekommen. Wie bereits mehrfach erwähnt, hatten wir in der Schwalm nur wenig Unterstützung gefunden.

Im Folgenden präsentieren wir eine Auswahl von Bildern des wunderschönen Übernachtungsplatzes, der zudem über eine sehr saubere Outdoortoilette und die Möglichkeit eines Lagerfeuers verfügt.

Da wir uns früh in der Werkstatt verabredet hatten, haben wir auf ein ausgiebiges Frühstück in Frieda verzichtet und stattdessen auf dem Weg nach Ochtrup einen Halt beim Biller Bäcker in Billerbeck eingelegt. Das köstliche Frühstück in dem äußerst geschmackvoll eingerichteten Laden war ein wunderbarer Start in den Tag.

Nach dieser Stärkung machten wir uns auf den Weg nach Ochtrup, um unsere Frieda – in der festen Überzeugung, dass die Elektronikprobleme behoben werden können – auf dem Hof der Werkstatt abzustellen.

Abschließend ist zu berichten, dass auch die Rückfahrt mit der Deutschen Bahn – wie nicht anders zu erwarten – erneut mit Verspätung verlief. Von einer langen Wartezeit auf freier Strecke ohne klare Informationen über die Ursache bis hin zu einem Zugführer, der es schaffte, bei durchgehend freier Strecke über eine halbe Stunde Verspätung in Richtung Kassel-Wilhelmshöhe zu verursachen, war alles dabei. Letztendlich summierte sich die Verspätung jedoch auf nur eine Stunde, sodass wir unser abschließendes Erfrischungsgetränk im Bordrestaurant des ICE genießen konnten.

Wir hoffen, dass unsere nächste Fahrt mit der Deutschen Bahn nach Ochtrup endlich reibungslos verläuft. Wir sind gespannt und werden sicherlich berichten...